Ein Schmorbraten ist eines dieser Gerichte, die Wärme, Gemütlichkeit und Genuss in einem vereinen. Und wenn er auf italienische Art zubereitet wird, mit aromatischen Kräutern, kräftigem Rotwein und reichlich Knoblauch, dann entsteht ein Festmahl, das selbst an einem trüben Tag Urlaubsgefühle weckt.
Dieser italienische Schmorbraten mit Knoblauch überzeugt durch sein intensives Aroma und seine butterzarte Konsistenz. Das Fleisch schmort langsam in einer aromatischen Sauce, bis es so weich ist, dass es fast von alleine zerfällt. Perfekt für ein festliches Abendessen, einen besonderen Anlass oder einfach, wenn man sich etwas Gutes tun möchte.
Warum dieser Schmorbraten so besonders ist
- Intensiver Geschmack: Mediterrane Kräuter, Rotwein und Knoblauch geben der Sauce eine unvergleichliche Tiefe.
- Zarte Textur: Durch langes, schonendes Schmoren wird das Fleisch unglaublich saftig und mürbe.
- Aromen, die sich verbinden: Während des Kochens vermischen sich Fleischsäfte, Wein und Brühe zu einer samtigen Sauce.
- Vielseitige Beilage: Passt zu Pasta, Kartoffeln, Polenta oder einfach frischem Brot.
Zutaten für 4 Portionen
- 1 kg Rinderbraten – vom Bug, Schulter oder Nacken
- 2 Möhren – geschält, in grobe Stücke geschnitten
- 2 mittelgroße Zwiebeln – gewürfelt
- 4 Knoblauchzehen – geschält, leicht angedrückt
- 500 ml Brühe – Rinder- oder Gemüsebrühe
- 250 ml Rotwein – kräftig, z. B. Chianti oder Montepulciano
- 1 Messerspitze Majoran
- 1 Messerspitze Thymian
- 1 Messerspitze Rosmarin
- 2 Wacholderbeeren – leicht zerdrückt
- 2 Pimentkörner – leicht zerdrückt
- 1 Lorbeerblatt
- 2 EL Butterschmalz oder hitzebeständiges Öl (z. B. Sonnenblumenöl)
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Fleisch vorbereiten
- Das Fleisch etwa 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann.
- Überschüssiges Fett oder Sehnen entfernen, dabei etwas Fett am Fleisch lassen – es sorgt für Geschmack.
- Mit Küchenpapier trocken tupfen, damit es beim Anbraten schön bräunt.
Gemüse und Gewürze vorbereiten
- Möhren schälen und in grobe Stücke schneiden.
- Zwiebeln schälen und würfeln.
- Knoblauchzehen schälen und mit der flachen Seite eines Messers leicht andrücken, damit sich die Aromen besser entfalten.
Fleisch anbraten
- Butterschmalz oder Öl in einem schweren Schmortopf (am besten gusseisern) stark erhitzen.
- Das Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten, bis eine goldbraune Kruste entsteht.
- Herausnehmen und beiseitelegen – diese Röstaromen sind die Basis für die Sauce.
Gemüse anschwitzen
- Möhren, Zwiebeln und Knoblauch in den Topf geben.
- Bei mittlerer Hitze 5–7 Minuten anschwitzen, bis das Gemüse leicht Farbe angenommen hat.
- Kräuter, Wacholderbeeren, Piment und Lorbeerblatt hinzufügen und kurz mitrösten.
Mit Rotwein ablöschen
- Rotwein angießen und den Bratensatz mit einem Holzlöffel vom Topfboden lösen.
- 2–3 Minuten köcheln lassen, damit der Alkohol verdampft und sich der Geschmack konzentriert.
Fleisch schmoren
- Das Fleisch zurück in den Topf legen.
- Brühe hinzufügen, bis es zu etwa zwei Dritteln bedeckt ist.
- Deckel auflegen und bei niedriger Hitze 2,5 bis 3 Stunden sanft schmoren lassen.
- Zwischendurch wenden und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen.
Sauce vollenden
- Wenn das Fleisch butterzart ist, herausnehmen und warmhalten.
- Die Sauce durch ein Sieb passieren oder mit einem Pürierstab direkt im Topf fein pürieren.
- Noch einmal abschmecken – eventuell mit Salz, Pfeffer oder einem Schuss Rotwein verfeinern.
Servieren
- Das Fleisch in Scheiben schneiden und mit der heißen Sauce übergießen.
- Dazu passen frische Tagliatelle, cremige Polenta, Kartoffelpüree oder knuspriges Ciabatta.
Tipps für den perfekten italienischen Schmorbraten
- Zeit ist der Schlüssel
Je länger das Fleisch sanft schmort, desto zarter wird es. Ungeduld ist hier fehl am Platz. - Hochwertiger Wein
Nimm einen Rotwein, den du auch gerne trinkst – er prägt maßgeblich den Geschmack. - Aromatische Basis
Röste das Gemüse leicht an, bevor die Flüssigkeit hinzukommt – das gibt der Sauce Tiefe. - Fleischruhe
Lass den Braten nach dem Schmoren 10 Minuten ruhen, bevor du ihn anschneidest. - Kräuter frisch oder getrocknet
Frische Kräuter geben ein feineres Aroma, getrocknete sind intensiver – passe die Menge entsprechend an.
Variationsideen
- Tomatige Note: 2 EL Tomatenmark mit dem Gemüse anrösten.
- Mit Oliven: Am Ende schwarze Oliven hinzufügen für einen rustikalen Mittelmeer-Geschmack.
- Mit Balsamico: Ein Schuss Balsamico vor dem Servieren bringt feine Säure.
- Weiße Variante: Statt Rotwein Weißwein verwenden und Sahne in die Sauce einrühren.
Lagerung und Haltbarkeit
- Im Kühlschrank: Luftdicht verpackt hält sich der Schmorbraten 3–4 Tage.
- Einfrieren: Fleisch und Sauce getrennt einfrieren, bis zu 3 Monate haltbar.
- Aufwärmen: Langsam in einem Topf bei niedriger Hitze erwärmen, damit das Fleisch saftig bleibt.
FAQs – Häufig gestellte Fragen
Kann ich den Schmorbraten im Slow Cooker zubereiten?
Ja, das geht sehr gut. Dafür das Fleisch und Gemüse vorher anbraten, dann im Slow Cooker mit Wein und Brühe 6–8 Stunden auf „Low“ garen.
Geht das Rezept auch mit Schweinefleisch?
Ja, mit Schweineschulter oder Nacken erhältst du ebenfalls ein zartes Ergebnis, allerdings mit milderem Geschmack.
